Wie es um die Integrationsverweigerung zahlreicher moslemischer Einwanderer bestellt ist, zeigt sich einmal mehr in Großbritannien. Nach einem Bericht der Zeitung „Daily Mail“ hat die Internetseite secondwife.com (Zweitfrau), die offen für die in zahlreichen islamischen Ländern praktizierte Polygamie wirbt, mehr als 100.000 registrierte Nutzer. Polygamie ist im Vereinigten Königreich eigentlich verboten und kann mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft werden. Allerdings gibt es von diesem Grundsatz eine wichtige Ausnahme: Islamische Zweit-, Dritt- oder Viertehen werden anerkannt, wenn sie in einem Land geschlossen wurden, wo die Vielweiberei legal ist.

Azad Chaiwala, der Gründer der Internetseite, behauptet, er biete einen „notwendigen Service“ an, und von seinen Diensten würden Frauen profitieren. Kritiker sehen das freilich anders. Sie warnen, dass insbesondere jüngere Frauen und Mädchen in missbräuchliche Beziehungen getrieben werden, wo sie weitgehend rechtlos sind. Auch deutet vieles darauf hin, dass secondwife.com Mohammedaner mittleren und reiferen Alters mit jungen Frauen, womöglich sogar minderjährigen, versorgen will. Denn ein Reporter von „Daily Mail“ registrierte sich – ohne dass ein Altersnachweis verlangt worden wäre – als 18-jährige Frau. Und „sofort wurden Profile von lokalen moslemischen Männern im Alter von 30 bis 60 Jahren gezeigt“, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Zu den Kritikern der Internetseite zählt unter anderem Yasmin Rehman vom „Zentrum für säkularen Raum“. Sie bezeichnet die Internetseite als „höchst gefährlich“ und fordert die Politiker zum Handeln auf. Rehman, selbst Mohammedanerin, wirft zudem dem Seitenbetreiber Chaiwala vor, „die Ungleichheit und Ausbeutung von Frauen zu fördern, die Bedeutung der Ehe zu untergraben und daraus Profit zu ziehen.“

 

[Text: B. T.; Bild: Screenshot secondwife.com]