Schon seit geraumer Zeit raunt es durch die gutmenschliche Subkultur, die gar starr vor Entsetzen, aber auch voller gutmenschlicher Empörung ist. Immer mehr Personen, in der systemkonformen Presse euphemistisch „engagierte Bürger“ genannt, werden vom Staat zur Kasse gebeten. Jedoch nicht etwa, weil sie noch mehr Steuern zahlen sollen, sondern weil sie in einem Anfall von gutmenschlichem Wahn Bürgschaften für „Flüchtlinge“ übernommen haben, damit diese nach Deutschland einreisen dürfen.
Nun ist jedoch das Gejammer der Willkommensklatscher groß! Auf einmal wollen die Behörden Geld von ihnen, haben sich die Helfer ja bloß verpflichtet, eine Weile den Lebensunterhalt „ihrer“ Flüchtlinge zu zahlen. Da es sich dabei schnell um mehrere Zehntausend Euro handelt, war den Hilfswütigen der (bisher vergebliche) Klagsweg natürlich das Nächstliegende, denn wie kann es sein, dass man „Gutes“ tut und dann dafür auch noch zahlen muss, anstatt dass der Steuerzahler für die „philantrophischen“ Umtriebe aufkommt. Eine besonders rührselige Geschichte war nun in der „Welt“ zu lesen. Da hatte William Eichouh, Ingenieur und Vater dreier Kinder, für zwei syrische Flüchtlinge gebürgt und soll nun für drei Jahre deren Unterhaltskosten zurückzahlen, den Prozess gegen das Jobcenter verlor er, allerdings urteilte das Gericht, dieses müsse die Sozialversicherung zahlen, für Eichouh bleiben rund 30.000 Euro.
Pikant an der Geschichte: Die Flüchtlinge, für die er bürgte, sind Verwandte von ihm, die er wohl auf Kosten des deutschen Steuerzahlers in Deutschland rundumversorgen lassen wollte. Aber bei der Familie scheint einiges im Argen zu liegen. In der Welt erklärte der Bürge: „Hätte ich gewusst, dass ich immer weiter zahlen muss, hätte ich mich niemals darauf eingelassen.“ Daraufhin stellt sich nur die Frage: Hätte er seine Angehörigen etwa lieber im „Kriegsgebiet“ gelassen?

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