Nach Art. 8 des Bundes-Verfassungsgesetzes ist „die deutsche Sprache, unbeschadet der den sprachlichen Minderheiten bundesgesetzlich eingeräumten Rechte, die Staatssprache der Republik“. Doch dieser Grundsatz gilt beim Bundesheer nicht immer. Denn Rezitationen aus dem Koran sowie Bittgebete müssen bei militärseelsorglichen Veranstaltungen durch den Bundesheer-Imam nicht in deutscher Sprache abgehalten werden. Dies hat die Beantwortung einer vom freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Christian Hafenecker durch Verteidigungsminister Gerald Klug ergeben. Grund ist eine Vereinbarung zwischen dem Verteidigungsministerium und der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ).

Scharfe Kritik an dieser Praxis übt Hafenecker: „Während Österreich mit massiven Integrationsproblemen, die durch den aktuellen Zustrom unzähliger, sogenannter Flüchtlinge noch verschärft werden, und, wie eine Studie über Islamische Kindergärten in Wien aufzeigte, mit sich bereits herausgebildeten Parallelgesellschaften zu kämpfen hat, erlaubt der Verteidigungsminister dem im Bundesheer tätigen Imam, Teile seiner Seelsorge in nicht-deutscher Sprache abzuhalten. Das schlägt dem Fass den Boden aus und ist völlig integrationsfeindlich.“

Daher verlangt der FPÖ-Abgeordnete, dass die Umgangssprache beim Bundesheer, und zwar sowohl im Dienstbetrieb als auch in der Seelsorge, einzig und allein Deutsch sein müsse. Zudem kündigte Hafenecker einen entsprechenden Antrag der Freiheitlichen im Nationalrat an: „Das Bundesheer stellt die Landesverteidigung unserer Republik sicher, in ihm können nur österreichische Staatsbürger dienen. Daher ist auch sicherzustellen, dass in sämtlichen Bereichen ausschließlich die deutsche Sprache zu verwenden ist.“

 

[Text: B. T.; Bild: FPÖ]