In den ersten Interviews nach seiner Nominierung zum ÖVP-Präsidentschaftskandidaten wurde Andreas Khol die Frage gestellt, ob er als Bundespräsident einen FPÖ-Bundeskanzler angeloben würde. Ohne Wenn und Aber antwortete Khol mit „ja“. Zudem sagte er, es seien „legitime Grundhaltungen“, wenn die FPÖ ein Präsidialsystem und mehr direkte Demokratie anstrebe, auch wenn er diesbezüglich anderer Auffassung sei.

Im Gegensatz zu Khol will der grüne Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen keinen freiheitlichen Bundeskanzler angeloben, auch wenn die FPÖ aus der nächsten Nationalratswahl als stärkste politische Kraft des Landes hervorgeht. Hier sieht man einmal mehr die undemokratische Grundhaltung dieser Partei.

Khol gilt als wendiger und listenreicher Politiker, der einer der Hauptarchitekten der seinerzeitigen schwarz-blauen Bundesregierung war. Als gestandener Konservativer spricht er zweifellos den Kernbereich christlich-sozialer Wähler an, um aber in die Hofburg einzuziehen, wird Andreas Kohl zweifellos eine „breite“ bürgerliche Wählerallianz benötigen und ohne die freiheitlichen Sympathisanten ist eine solche undenkbar. Aus diesem Grund ist Khols „Ja“ zu einem Bundeskanzler Strache nur allzu logisch.

 

 

Text: B. T.
Bild: ÖVP/Jakob Glaser