Das der Gender- und Gleichstellungswahn längst vom wissenschaftlichen Diskurs abgekommen ist, wird immer mehr Menschen klar – längst wird hier nicht mehr mit Fakten argumentiert, sondern eine Art Religion bzw. Ideologie betrieben. Auch wird ganz bewusst nicht mehr von der Gleichberechtigung der Frau geredet, sondern von der Gleichstellung. Auf den ersten Blick zwei sehr ähnliche Begriffe, in ihrer Bedeutung aber so unterschiedlich wie nur überhaupt: Denn in weiten Teilen der westlichen Gesellschaft ist die Gleichberechtigung der Frau zum Glück längst Alltag: zumindest in Österreich haben Frauen die freie Wahl ob sie zu Hause bleiben, Arbeiten wollen usw. Auch das Problem des so genannten „Gender-Pay-Gap“ ist allen bewusst und es wird massiv dagegen vorgegangen – ob nun berechtigt oder nicht…

Gleichstellung hingegen geht viel tiefer, hier ist nicht die Wahlfreiheit und damit Gleichberechtigung zwischen Mann und Frauu das Ziel, denn Frauen welche keine Karriere machen wollen sind hier der „Feind der Emanzipation“.

Die zeigt auch das aktuelle Interview des „Spiegel Online“ mit der Gender-Wissenschaftlerin Barbara Stiegler, welche die Selbstbestimmtheit der Frau ein Dorn im Auge ist:

"Spiegel Online": Frau Stiegler, Frauen arbeiten laut Gleichstellungsbericht im Haushalt immer noch 50 Prozent mehr als Männer. Warum ändert sich das nicht?

Stiegler: Erwerbsarbeit ist immer noch männlich normiert, also auf den Acht-Stunden-Tag zugeschnitten. Das ist für Eltern viel zu viel, also übernimmt die Frau wieder die klassische Rolle. Wenn die Arbeitszeiten anders wären, wäre auch die Arbeitsteilung in der Familie einfacher. So ist sie auf einem gruseligen Stand geblieben, vor allem im Westen. Da gibt es teilweise sogar einen Rückschritt bei den Geschlechterverhältnissen.

"Spiegel Online": Wie meinen Sie das?

Stiegler: Bestimmte Rollenkonstellationen wie die berühmten Cappuccino-Mütter sind schon eine Gefahr für die Gleichstellung. Sie machen dieselbe klassische Arbeitsteilung wie ihre Mütter, sagen aber, sie hätten sich das selbst ausgesucht. Das würde ich als Rollback bezeichnen, wenn Frauen dies als Selbstbestimmung definieren, anstatt auf die Strukturen zu gucken, die dazu führen.

(Das gesamte Interview finden Sie hier)

Hier zeigt sich auch die Doppelzüngikkeit der linken Kämpfer für das schwache Geschlecht, denn während die „Cappuccino-Mütter“ der „Feind“ sind, sind muslimische Frauen welche aus freien Stücken heraus ein Kopftuch tragen absolut selbstbestimmt – hier kann man nichts auf irgendwelche unterdrückenden Strukturen (wie etwa den Islam) zurückführen.

Auch beschwert sich Stiegler darüber, dass Frauen zu oft auf die klassischen Frauenberufe – also meist schlechter bezahlte Arbeiten mit einer sozialen Komponente (Pflegerin, Krankenschwester usw.) – eingeschossen sind und diese ganz freiwillig machen und erst gar nicht die Vorstandskarriere oder die Mechanikerlehre anstreben.

Würde sich die Gender-Mainstream Forschung nicht ganz der seriösen Wissenschaft entziehen, wüsste Stiegler längst woran eine solche Entwicklung liegt. So hat der norwegische Soziologe und Komiker Harald Eia aufgezeigt, dass gerade in Ländern wo Frauen nicht mehr gezwungen sind den ganzen Tag am Feld zu arbeiten (wie etwa in Entwicklungsländern), sich gerne für „typisch“ weibliche Berufe entscheiden – weil sie eben die Wahlfreiheit haben. Für Eia liegt der Grund dafür auf der Hand: Es gibt halt doch einen Unterschied zwischen Mann und Frau und dieser zeigt sich nicht nur in Äußerlichkeiten sondern auch im Berufs bzw. Kinderwunsch… (mehr zu Harald Eia finden Sie hier)

 

[Text: W.-R. M. Bild: gender.wikia.com LightAnimaux Posted in Binary Gender]