Immer mehr bundesdeutsche Wähler wenden sich von der Union ab. Würde der Bundestag neu gewählt, kämen CDU und CSU nur mehr auf 36 Prozent der Stimmen. Bei der Bundestagswahl im September waren es noch 41,5 Prozent gewesen. Das geht aus einer Emnid-Umfrage hervor, die am Sonntag in der „Bild“-Zeitung veröffentlicht wurde. Die SPD käme auf 25 Prozent, Grüne und Linkspartei auf jeweils zehn Prozent, und die FDP auf fünf Prozent, also auf genauso viel wie für den Einzug in den Bundestag notwendig wäre.

Laut Emnid-Umfrage würde eine weitere Partei locker den Einzug in den Bundestag schaffen, und zwar die Alternative für Deutschland (AfD). Sie käme auf acht Prozent, wobei die unterschiedlichen Zustimmungswerte im Ost-West-Vergleich auffallen. In den alten Bundesländern würden sieben Prozent die AfD wählen, in Mitteldeutschland hingegen 15 Prozent.

Indessen lässt der nordrhein-westfälische AfD-Vorsitzende Marcus Pretzell aufhorchen. Angesichts der massenhaften illegalen Grenzübertritte in die BRD fordert er die Wiederherstellung des staatlichen Gewaltmonopols, was als letztes Mittel auch den Einsatz von Schusswaffen rechtfertige. „Die Verteidigung der deutschen Grenze mit Waffengewalt als Ultima Ratio ist eine Selbstverständlichkeit“, sagte der Europaabgeordnete.

 

 

Text: B. T.
Bild: Metropolico.org/flickr