Der US-Auslandsgeheimdienst CIA friert seine Hilfe für die sogenannten „Rebellen“ im Nordwesten Syriens ein. Grund dafür soll, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ein Angriff von Islamisten vor einem Monat auf die gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad kämpfenden „Rebellen“ sein. Zwei namentlich nicht genannte Vertreter der „Rebellen“ sagten Reuters, es gäbe keine offizielle Erklärung seitens der USA für das Einfrieren der Hilfe, allerdings seien sie der Auffassung, Washington wolle nun verhindern, dass Waffen und Geld in die Hände von Islamisten fallen.

Der frühere US-Präsident Barack Obama unterstützte die „moderaten Rebellen“ in Syrien großzügig, um Präsident Assad zu stürzen und in Damaskus ein proamerikanischen Marionettenregime zu installieren. Allerdings landeten die von der CIA gelieferten Waffen oftmals in den Händen von Al Kaida, dem IS oder anderer islamistischer Terrorgruppen. Die Politik des Friedensnobelpreisträgers Obama trug also das ihre dazu bei, dass der Konflikt in Syrien eskalierte.

Offiziell soll die zumindest temporäre Einstellung der Unterstützung der syrischen „Rebellen“ nichts mit Donald Trump zu tun haben. Der neue US-Präsident hatte im Wahlkampf bekanntlich angekündigt, den nun schon seit sechs Jahren dauernden Konflikt in Syrien gemeinsam mit Russland zu lösen und islamistische Terrorgruppen bekämpfen zu wollen. Reuters schreibt: „Die Einstellung der Unterstützung, welche Löhne, Ausbildung, Bewaffnung und in einigen Fällen gelenkte Anti-Panzer-Raketen umfasste, ist eine Antwort auf Angriffe von Dschihadisten und hat nichts damit zu tun, dass im Jänner US-Präsident Donald Trump Barack Obama nachfolgte, sagten zwei mit dem CIA-Programm vertraute US-Offizielle.“

 

[Text: B. T.; Bild: VOA]