Erinnern Sie sich noch an Thomas Neuwirth vulgo „Conchita Wurst“? Jener Mann, der der anno 2014 den „Song-Contest“ gewann. Vermutlich nicht aufgrund seiner Stimme, sondern vielmehr seines ungewöhnlichen Auftretens wegen. Ein bärtiger Mann in Frauenkleidern, der als „Frau verstanden“ und angesprochen werden wollte.

So bombastisch die Provokation damals einschlug, so schnell war sie auch wieder verraucht und mittlerweile beachtet und interessiert sich kaum noch jemand für die medial hochstilisierte „Kunstfigur“ Conchita Wurst: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.“

Das linke Establishment und der Boulevard haben aus dem schrillen Auftreten von Neuwirth Kapital geschlagen, doch nunmehr „hat der Mohr seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen“. Denn nun gibt es bald die Homo-Ehe, der politische Zweck ist erfüllt und wer braucht da noch Thomas Neuwirth vulgo Conchita Wurst? Das spürt natürlich auch er selbst und prescht daher von Zeit zu Zeit mit einer neuen markigen Schlagzeile ins Licht der Öffentlichkeit: 2017 schon wollte er „Conchita“ töten. Und weil’s keinen interessiert hat, setzt er es jetzt in die Tat um. Er legt die bodenlangen Kleider ab und will sich zukünftig wieder als Mann präsentieren. Fragt sich nur vor wem?

Schwul zu sein ist längst keine Provokation mehr in Österreich. Transsexuell zu sein seit dem Song-Contest auch nicht mehr. Und Mann zu sein war es nie. Vermutlich also die letzte große Schlagzeile des Herrn Neuwirth, dessen Ruhm so schnell verflogen ist wie welkes Blatt im kühlen Novemberwind.

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia/Ailura; Lizenz: CC BY-SA 3.0]