In bestimmten „weichen“ Studienrichtungen der früheren Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt weicht die Wissenschaftlichkeit immer mehr einer platten linkspolitischen Agitation. Die Alpen-Adria Universität forciert Pseudostudien mit hohem ideologischen Propagandawert: So wurden neue Einrichtungen und Forschungszentren ins Leben gerufen: „Kulturanalyse“, „Universitätszentrum für Frauen- und Geschlechterstudien (ZFG)“, „Fakultätszentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik (ZFF)“ etc., deren ideologische Ausrichtung markant hervorsticht. Unter „Kunst“ oder „Kommunikation“ lässt sich ohne naturwissenschaftlich hohe Standards Ideologie unter die Studenten bringen.

Unter dem Deckmantel der neuen Studienrichtung „Kulturanalyse“ - vormals Institut für Kulturwissenschaften - lässt sich eine mehr oder weniger linkslinke bis kommunistische und links-globalistische Grundausrichtung gut tarnen. So störte es offenbar monatelang niemand, dass der bundesdeutsche Universitätsprofessor Schönberger ein leicht verfremdetes Mao-Plakat an seiner Tür hängen hat, mit der Unterschrift: „Büro für angewandten Realismus“. Dieses wiederum ist eine lose linke „Dada“-Truppe. Und auf dieselbe redete man sich aus, obwohl in der ersten Folge dieser „Zur Zeit“-Serie zwar jenes Plakat nebenbei abgedruckt, im Text davon aber gar keine Rede war. Studenten, die Schönberger auf das Mao-Plakat an seiner Tür angesprochen hatten, erhielten etwa zur Antwort: Das Mao-Plakat sei Kunst und Kommunikation. Wir sind das Institut für Kulturanalyse. Wir sind Dada, wir sind Kunst.

Am 30. Juni dieses Jahres fand unter Teilnahme des Rektors Oliver Vitouch eine Veranstaltung des Instituts für Kulturanalyse zur Rechtfertigung des durch besagten „Zur Zeit“-Artikel ins Gerede gekommenen Mao-Plakats statt, „um ein unzureichendes Text-Bild-Verständnis“ zu erörtern. Außerdem trete man gegen die als willkürlich eingestufte „Setzung“ einer ethno-kulturellen Identität auf. Das Mao-Poster wurde auch vervielfältigt und demonstrativ mit Hilfe der ÖH und deren Logo auf der ganzen Uni ausgehängt. An die Studenten wurden dabei vom Uni-Kulturverein „Unikum“ produzierte Marx-, Engels- Mao- und Stalin-Bilder als Schilder verteilt und gemeinsam mit den Vortragenden hielt man sich diese vors Gesicht, um in der Aula zu posieren. Vermutlich eine platte Paraphrase zu René Magritte: „Das ist kein Kommunist.“ Sondern - heureka! - nur das Bild von einem solchen! Und damit sei wohl jeder vorgebliche Spaß – auch mit totalitären Massenmördern - akademisch erlaubt, zumindest solange dieselben der politischen Linken zuzuordnen sind. Denn einen „Dada-Hitler“ mit der Unterschrift: „Reichsanstalt für ...“, egal wofür, hätte der Rektor zu Recht gar nicht witzig oder künstlerisch gefunden.

In Klagenfurt, einer Stadt etwas abseits der deutschsprachigen Metropolen, konnte sich in bestimmten Studienrichtungen ein besonders bizarres linkslinkes Biotop ausbilden. Studierende, die es doch noch wagen, einen anderen Standpunkt zu vertreten, werden von linken Studenten gezielt eingeschüchtert. Es kam sogar vor, dass Portraits von kritischen Studenten auf Flyer gedruckt und sie aufgefordert wurden, die Universität zu verlassen. Indoktrination dominiert über Wissenschaftlichkeit und ein vorgebliches „friedliches Miteinander“ verschiedener Positionen weicht Ausgrenzung und sturer Aufrechterhaltung der Deutungshoheit seitens einer sich wechselseitig bestätigenden Clique.

 

[Text: F.-X. S.; Bild: ZZ-Archiv]