Der 3. Dezember 2015 war der Tag des Kristian Thulesen Dahl. Der Chef der Dansk Folkeparti (DF) konnte die Volksabstimmung über die Abschaffung der Vorbehalte Dänemarks gegenüber der EU als Erfolg verbuchen, denn 53,1 Prozent der Dänen haben abermals bekundet, dass sie von Euro, Jean Claude Juncker, einer EU-Einwanderungspolitik und anderen Segnungen der Eurokraten die Nase voll haben.

Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen hatte zur Durchsetzung seines Vorhabens mit den abgewählten Linksparteien paktiert und sich gegen seine Duldungspartner die Dansk Folkeparti (DF) und die liberale Allianz gestellt. Die Verteidiger der dänischen Souveränität wurden aber auch von links durch die „linke Einheitsliste“ unterstützt. Kristian Thulesen Dahl sagt, „wir sind ein kleines Volk, aber wir sind ein stolzes Volk.“ Pernille Skipper, Sprecherin der Einheitsliste erklärte, künftig könnten die Ja-Parteien nicht mehr allein hinter verschlossenen Türen die dänische EU-Politik bestimmen. Dänemark ist bislang nicht voll an der Währungs-, Sicherheits-, Justiz- und Innenpolitik der EU einbezogen.

Dänemark hatte sich 1992 in einer Volksabstimmung gegen den sogenannten Maastricht-Vertrag ausgesprochen. Juncker und seine Helfershelfer war dieser Entscheid im Dorn im Auge, aber da der Ministerpräsident die Aufhebung der Vorbehalte nicht ohne Volksabstimmung realisieren wollte, ist er damit gescheitert. Die Anschläge von Paris sollten dazu als Vehikel dienen, denn Dänemark könne nur bei einem „Ja“ an Europol beteiligt bleiben, was angeblich für die dänische Sicherheit notwendig sei. Die Wähler haben dieses Spiel durchschaut und Lökke eine „Lektion“ erteilt.

 

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