Bei der Parlamentswahl in Dänemark besteht die Chance, dass die patriotisch gesinnte Dänische Volkspartei zur stärksten Partei wird. Denn in Umfragen liegt sie knapp vor den regierenden Sozialdemokraten der Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt. Überhaupt befindet sich diese rechtsdemokratische Partei, die nach dem Rückzug Pia Kjärsgaards von Kristian Thulesen Dahl angeführt wird, im Aufwind. Bei der Europawahl vor einem Jahr wurde die Dänische Volkspartei mit 26 Prozent der Stimmen stärkste politische Kraft in dem nordeuropäischen Königreich. Die Sozialdemokraten kamen damals auf etwa 19 Prozent.

Thulesen Dahl hat bereits angekündigt, nicht in die Regierung zu wollen, da er, wie er sagt, seine Lehren aus dem norwegischen Beispiel gezogen hat. Denn seit die rechte Fortschrittspartei in Norwegen Teil der Regierung ist, befindet sie sich im Sinkflug. Lieber will Dahl das bewährte dänische Modell – von 2001 bis 2011 unterstützte die Dänische Volkspartei eine bürgerliche Minderheitsregierung im Parlament – fortsetzen. Das „dänische Modell“ ist ein interessantes Modell – auch für patriotische Freiheitsparteien in anderen europäischen Ländern.

 

A. M.

 

 

(Bild: Europa-Parlamentets Informationskontor i Danmark/wikimedia.org)