Dänemark hat nun damit begonnen an der 70 Kilometer langen Grenze zur Bundesrepublik Deutschland einen Zaun zu errichten. Damit wolle man sich, so die offizielle Begründung, gegen die Afrikanische Schweinepest schützen. In dem Königreich zwischen Nord- und Ostsee stellt die Schweinezucht einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. 2016 exportierte Dänemark Schweine im Wert von vier Milliarden Dollar.

Allerdings wurde in Deutschland noch kein Fall von Schweinepest registriert, weshalb vermutet wird, dass der Grenzzaun noch einem anderen Zweck dienen könnte: Er soll Dänemark vor ungebetenen Gästen schützen. Allerdings dürfte der 1,5 Meter hohe Grenzzaun, wenn er erst einmal fertiggestellt ist, für illegale Einwanderer kein unüberwindbares Hindernis darstellen.

Welchen Zweck der Grenzzaun auch immer erfüllen soll, fest steht, dass Dänemark im Gegensatz zum südlichen Nachbarn Deutschland kein Anhänger der „Willkommenskultur“ ist. Im Gegenteil, Inger Stojberg, die für Ausländer und Integration zuständige Ministerin, gibt ganz offen zu: „Ich will Dänemark unattraktiv für Asylsuchende machen. Deshalb wird es noch weitere Verschärfungen geben – die bisherigen waren jedenfalls alle notwendig.“ Insbesondere wurde die finanzielle Unterstützung für sogenannte Flüchtlinge massiv gekürzt.

[Text: B.T.; Bild: wikipedia.org/Jonfr; Lizenz: CC BY-SA 3.0]