Der Dalai Lama ist ein weiser und kluger Mann. So fand das geistliche Oberhaupt der Tibeter gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ klare Worte zur Masseneinwanderung nach Europa und Deutschland, die unter dem Deckmantel des Asylrechts stattfindet: „.Ein Mensch, dem es etwas besser geht, hat die Verantwortung, ihnen zu helfen. Andererseits sind es mittlerweile zu viele.“ Dies betreffe insbesondere die Bundesrepublik Deutschland. „Europa, zum Beispiel Deutschland, kann kein arabisches Land werden. Deutschland ist Deutschland.“

Der mittlerweile 80-jährige Dalai Lama, der selbst 1959 von Tibet nach Indien geflohen war, stellte auch klar, dass Asyl nur ein Bleiberecht auf Zeit sei und dass auch die sogenannten Flüchtlinge die Pflicht haben, nach Ende einer Krisensituation ihre Heimat wiederaufzubauen: „Auch moralisch gesehen finde ich, dass diese Flüchtlinge nur vorübergehend aufgenommen werden sollten. Das Ziel sollte sein, dass sie zurückkehren und beim Wiederaufbau ihrer eigenen Länder mithelfen.“

Wie es scheint, haben Religionsführer das Privileg, unangenehme Wahrheiten aussprechen zu dürfen, ohne ins Visier der Tugend- und Moralwächter der politischen Korrektheit zu geraten. Würde beispielsweise ein Politiker der FPÖ oder der AfD Aussagen tätigen, wie sie der Dalai Lama gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gemacht hat, wäre mit einem gutmenschlichen Sturm der Empörung zu rechnen.

 

[Text: B. T.; Bild: Martin Kraft/wikimedia.org]