Der neue Suchtmittelbericht des Bundeskriminalamtes spricht eine klare Sprache: 2015 gab es 32.907 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz, also wegen Drogendelikten. Gegenüber dem Jahr 2014 bedeutet das eine Steigerung von 8,8 Prozent sowie einen Rekord an Verstößen gegen das Suchtmittelgesetz.

Wie bereits in den Jahren zuvor ist auch 2015 der Anteil ausländischer Tatverdächtiger gestiegen. Im Vorjahr hatte bereits jeder Dritte wegen eines Rauschgiftdeliktes Angezeigte eine andere als die österreichische Staatsbürgerschaft. Und besonders besorgniserregend: Bei den Verbrechen, also bei den Drogendelikten, die mit mehr als drei Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden, war es fast jeder Zweite (48,9 Prozent). Das bedeutet, dass die Organisation des heimischen Rauschgifthandels fest in ausländischer Hand ist.

Unter den Ausländern führen die Nigerianer mit 1.344 Anzeigen die Rangliste an, gefolgt von Deutschen (865), Serben (813), Türken (764), Algeriern (759) und Afghanen (689). Von den Nigerianern wurden aber „nur“ 84 wegen eines Verbrechens angezeigt, was darauf schließen lässt, dass diese Personen vorrangig als Straßenhändler tätig sind. Von den Serben wurden hingegen 227 wegen eines Verbrechens angezeigt, was bedeutet, dass diese Gruppe bei der Organisation und Durchführung des Rauschgifthandels in Österreich eine bedeutende Rolle spielt.

Eine Besserung der Lage ist leider nicht in Sicht, und daran ist die Masseneinwanderung schuld. Denn das Bundeskriminalamt hält in seinem „Ausblick 2016“ nüchtern fest: „Eine besondere Herausforderung wird die Migrationssituation in Europa und Österreich darstellen. Eine deutliche Steigerung des Konsums und Handels mit Kleinmengen in Migrantenkreisen und das Entstehen kleinerer offener Szenen in städtischen Ballungsbereichen ist besonders seit Jahresbeginn 2016 sichtbar.“

 

[Text: B. T.; Bild: Psychonaught/wikimedia.org]