Im August ist in Österreich die Arbeitslosenrate erneut gestiegen. Insgesamt 388.624 Personen waren nach Angaben des Sozialministeriums beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos gemeldet oder befanden sich in Schulungen. Das sind um 4.039 Personen mehr als im August 2015. In der Gruppe der vorgemerkten Arbeitslosen ist ein Anstieg von 2.717 Personen (plus 0,8 Prozent) auf 329.862 zu verzeichnen. Bei den Schulungsteilnehmern weist die Statistik einen Anstieg um 2,3 Prozent auf 58.762 Personen.

Ein kurzer Blick auf die Statistik verdeutlicht darüber hinaus, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit auf die Einwanderung zurückzuführen ist. Während es nämlich bei den arbeitslosen Inländern einen Rückgang um 3.906 Personen oder 1,6 Prozent auf 239.163 gab, nahm die Zahl der arbeitslosen Ausländer um 6.623 oder 7,9 Prozent auf nunmehr 90.699 Personen zu. Das Arbeitslosengeld wird also immer häufiger von Ausländern in Anspruch genommen.

Somit setzte sich im August die Entwicklung der vorangegangenen Monate fort. Auch im Juli war Rückgang bei den arbeitslosen österreichischen Staatsbürgern zu verzeichnen, während die Zahl der arbeitslosen Ausländer um 9,8 Prozent deutlich angestiegen ist. Dafür verantwortlich sind die sogenannten Flüchtlinge, bei denen es nicht um syrische Ärzte, irakische Ingenieure oder anderweitig dringend benötigte Fachkräfte handelt. Denn AMS-Vorstand Johannes Kopf sprach im Juli von einer „Entwicklung, die vor allem auf die neu auf den Arbeitsmarkt kommenden geflüchteten Personen zurückzuführen ist“.

 

[Text: B. T.; Bild: Arbeitsmarktservice/wikimedia.org]