Nachdem in Europa in der Asylfrage eine Umsetzung des australischen Modells – Boote mit illegalen Einwanderern werden von Marine auf hoher See zurückgedrängt – nicht zu erwarten ist, sollte sich Österreich an Dänemark ein Beispiel nehmen. Dort hat die neue liberale Minderheitsregierung, die von der rechtskonservativen Dänischen Volkspartei parlamentarisch unterstützt wird, Anfang Juli die Leistungen für Asylanten drastisch gekürzt und damit die Attraktivität des Landes für Asylanten geschmälert.

Damit die Botschaft auch überall ankommt, kündigte nun die dänische Integrationsministerin Inger Stojberg eine Informationskampagne im Ausland an. In der Türkei und in anderen Ländern, in denen Schlepperbanden aktiv sind, sollen Zeitungsanzeigen über die neuen Bedingungen in Dänemark geschaltet werden. Kurz zuvor hatte die dänische Zeitung „Jyllands Posten“ berichtet, dass Schmugglerbanden Flüchtlinge darüber informierten, welche Hilfe sie etwa in Dänemark, Schweden und Deutschland erwarten könnten. Stojberg will daher darauf hinweisen, dass sich nun die Reise nach Dänemark nicht mehr lohnt.

 

B. T.

 

 

(Bild: Steen Brogaard/ft.dk)