Eine Studie des internationalen Meinungsforschungsinstituts Ipsos, bei welcher 16.040 Personen in 22 Ländern befragt wurden, zeigt deutlich, was die Menschen von der derzeitigen Politik halten. Bei den europäischen Ländern sind die Ergebnisse mehr als eindeutig. So sprechen sich 44 Prozent der Deutschen für eine vollständige Schließung der Grenzen für Flüchtlinge aus und nur eine knappe Mehrheit von 45 Prozent ist dagegen. Allerdings glauben 71 Prozent der Deutschen, dass mit den sogenannten Flüchtlingen auch Terroristen ins Land kommen. Andere Staaten zeigten ähnlich Werte, wobei sich in der Türkei und Ungarn mit 64 bzw. 55 Prozent eine deutliche Mehrheit für die Schließung der Grenzen aussprach.

An eine Integrierbarkeit der Masseneinwanderer glauben inzwischen die wenigsten Europäer. Während in Ungarn 44 Prozent und in Spanien 43 Prozent guter Hoffnung sind, dass eine Integration gelingen kann, sehen dies nur 38 Prozent der Deutschen so. Am pessimistischsten sind die Franzosen, nur 22 Prozent sind zuversichtlich, dass sich die Neubürger integrieren werden.

Auch was die Fluchtgründe betrifft, lassen sich immer weniger von den Beteuerungen der Politik etwas vormachen. Der Aussage: „Die meisten Ausländer, die als Flüchtlinge in mein Land einreisen wollen, sind eigentlich gar keine Flüchtlinge. Sie kommen aus wirtschaftlichen Gründen oder, um aus unseren sozialen Leistungen ihren Vorteil zu ziehen.“, wird in acht der zehn befragten europäischen Ländern mehrheitlich zugestimmt. Auch in Deutschland sehen dies 51 Prozent so.

 

[Text: M. H.; Bild: Ggia/wikimedia.org]