Wie die FAZ in ihrer gestrigen Ausgabe meldet, sollen einige hundert , ja man spricht sogar bis zu tausend Jungen, von Grünpolitikern in Deutschland missbraucht worden sein.

Das ist Gegenstand eines 90 Seiten langen Berichts, den die Berliner Landesvorsitzende der Grünen, Bettina Jarasch am Mittwoch präsentierte. „Die Partei habe sich seit 2010 damit auseinander gesetzt. Bis Mitte der neunziger Jahre habe die Partei einschlägig verurteilte Straftäter als Mitglieder und pädosexuelle Positionen geduldet.

Die Duldung der pädophilen Dominanz in der Schwulenbewegung der Partei sei aus „falsch verstandener Toleranz“ erfolgt. Die pädophilen Aktivisten galten laut Bericht, wie Schwule und Lesben als Opfer gesellschaftlicher Diskriminierung und staatlicher Repression.

Einer dieser Aktivisten war Fred Karst. Er gründete 1992 gemeinsam mit anderen Pädophilen innerhalb der Grünen Schwulenbewegung die Arbeitsgemeinschaft „Jung und Alt“ und richtete in Kreuzberg einen Freizeitladen namens Falckenstein-Keller ein. Dort sollen sie, Zeugen zufolge zahlreiche Jungen missbraucht haben, die sie vorher in Grundschulen angesprochen hatten.

Pädophilievorwürfe hat es bei den Grünen auch schon früher gegeben.

Schließlich war es ihr wohl berühmtestes Mitglied, die „68iger Ikone“ Daniel Cohn-Bendit, der bereits 1975 in seinem Buch „Der große Basar“ über seine „Kontakte“ mit Kindern in dem Tagesheim in dem er damals arbeitete, berichtete:

„Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. … Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: ‚Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?‘ Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt.“

In der Diskussion über Cohn-Bendit haben grüne Protagonisten es immer wieder versucht, Pädophilievorwürfe gegen ihn unter den Tisch zu kehren.

Charakteristisch dafür ist die Stellungnahme des hessischen Grünenpolitikers Marcus Bocklet, der gegenüber n-tv.de auf die Frage antwortete, ob tatsächlich passiert sei, was Cohn-Bendit beschreibt: „Nein, das glaube ich nicht. Er sagt, dass es eine literarische Übertreibung war, eine ‚unerträgliche Provokation‘. Daniel Cohn-Bendit ist kein Kinderschänder. Punkt.“

 

W. T.

 

 

(Bild: Marie-Lan Nguyen/wikimedia.org)