Ende 2015 hat das Bundessozialgericht in Kassel entschieden, dass jeder EU-Bürger, der sich seit mindestens sechs Monaten in Deutschland aufhält, ein Anrecht auf Sozialhilfe hat. Dazu ist es gekommen, weil ein rumänischer Einwanderer nicht in das Arbeitslosengeld-System passte, deswegen vor Gericht zog und penetrant weiterklagte. Liberale Länder wie Schweden oder Österreich zogen mit – seitdem explodieren die Kosten.

Der freche Rumäne wurde von Jan Fleischhauer in seiner Kolumne als ein leichtsinniger Mann dargestellt, der sich vorher keine Gedanken darüber gemacht hat, wie er seine vierköpfige Familie ernähren soll, und der deswegen den deutschen Staat um Sozialhilfe gebeten hat. Von diesem Punkt aus geht es dann weiter zu der Sorge, dass alle seine Landsleute nach Deutschland kommen können, um dort als Sozialschmarotzer mehr staatliche Unterstützung abzugreifen, als sie mit ehrlicher Arbeit in Rumänien verdienen könnten.

Inzwischen ist es bei zahlreichen ungebetenen Dauergästen Usus, ein Scheingewerbe anzumelden, das nach Ablauf der Frist – oh Wunder – keine Gewinne abgeworfen hat, worauf sich der vermeintlich selbstständige, fleißige Häuslebauer samt Sippschaft bequem in die soziale Hängematte legen kann.

Ein besonders dreister Fall ereignete sich jüngst in Litauen, wo der vermeintliche Syrer Mohamed Ali Abdulah, der über das EU-Quotenverteilungssystem seine Übergangsheimat hat finden sollen, sich medienwirksam darüber beklagte, wie sehr er das kleine Land im Baltikum doch verabscheute, denn dort sei die Sozialhilfe viel niedriger als etwa in Deutschland und Schweden. Ohnehin wolle er viel lieber nach Kanada und erwarte, daß ihm ein Flugticket dorthin ausgestellt werde.

Abdulah und seine sechsköpfige Familie wurden im Erstaufnahmezentrum in der Stadt Rukla untergebracht. Kurz nach der Ankunft begann die Familie zu streiken. Sie weigerten sich, ein Abkommen für Integration in Litauen zu unterschreiben. Stattdessen forderten sie kostenlose Flugtickets nach Kanada, wohl nicht wissend, dass Kanada zwar als außerordentlich liberal gilt, eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung aber nur denjenigen ausstellt, die auch wirklich in der Lage sind, einer gewinnbringenden Tätigkeit nachzugehen, die über Betteln, Kinder zeugen und Tellerwaschen hinausgeht.

Im litauischen Fernsehsender LNK erklärte also der Neubürger großkotzig: „Ich benötige ärztliche Hilfe und sollte zuhause bleiben, ich kann nicht arbeiten. Die Sozialhilfe hier wird vermutlich nicht für unsere Unterkunft und andere Ausgaben reichen“

Abdulah fühlt sich also betrogen, weil die Leistungen fürs Nichtstun in Litauen nicht dem horrenden Niveau entsprechen, das in Deutschland oder Schweden ausgezahlt wird; beide Länder gelten als besonders beliebt bei Einwanderern ohne nennenswerte Kenntnisse oder Identitäten, weil sie in ihrem multikulturellen Selbsthaß jedem Dahergelaufenen die Steuergelder ihrer Bürger hinterherschmeißen.

Sie sagten mir, dass auch Litauen Flüchtlinge aufnimmt. Die wichtigste Frage für mich war hierbei, dass es wirklich genauso ist wie in Deutschland“, fährt Abdulah vor laufenden Kameras fort.

Der renommierte Erziehungswissenschaftler und Soziologe Professor Albert Wunsch, wahrlich nicht zu rechtem Gedankengut neigend, erklärt in einem Interview dazu: „Je stabiler eine Gesellschaft ist und je selbstverständlicher sie ihre Kultur lebt, je geringer ist die Gefahr, dass Migranten zur Instabilität beitragen. Je größer die Integrationsbereitschaft und -fähigkeit von Migranten ist, desto erfolgreicher und schneller entwickeln sich die die Integrationsprozesse. Wird der zu integrierende Bevölkerungsanteil zu hoch, bzw. wirkt er zu geballt und fehlt zu umfänglich eine echte Integrationsbereitschaft, kommt auch eine starke Gesellschaft schnell an ihre Belastungsgrenzen bzw. entwickeln die Migranten eine stark destruktive Kraft.“

Ganz wie bei den Füllhörnern Europas: Spitzenpolitiker marschieren hinter der Parole „Deutschland verrecke“, der linke Nachwuchs pisst auf die Nationalflaggen und solange die schwedischen Privatkindergärten blond und die Wiener Boboviertel grün bleiben, wird der Strom an findigen Sozialbetrügern nicht abreißen; finanziert von denjenigen, die noch dumm genug sind, arbeiten zu gehen und sich selbst von einem mittleren Facharbeitereinkommen über vierzig Prozent vom Staat abknöpfen zu lassen. Irgendwovon muß der bunte Traum ja bezahlt werden.

 

[Text: A. S.; Bild: opposition24.de/flickr]