Bei den von den USA geführten Luftangriffen gegen die Terrormilizen des „Islamischen Staats“ (IS) kommen nicht nur Dschihadisten ums Leben. So wurden nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bei einem US-Luftangriff auf ein Dorf nahe der syrischen Stadt Aleppo am vergangenen Freitag 52 Zivilisten getötet, darunter mindestens sieben Kinder. Doch das eigentliche Ziel, die IS-Terroristen, blieb von dem Angriff verschont, berichtet der russische Nachrichtensender RT.

Das US-Militär scheint diese „Kollateralschäden“ nicht näher zu stören. Denn anstatt sich bei den Angehörigen der Opfer zu entschuldigen und finanzielle Entschädigung anzubieten, wurde verlautbart: „Wir haben derzeit keinen Hinweis darauf, dass Zivilisten in den Luftschlägen getötet wurden.“ Und wenig später setzte Militärsprecher Major Curt Kellogg die Lügenkampagne fort, indem er erklärte: „Was das Zentralkommando der Vereinigten Staaten bestätigen kann, ist, dass die Koalition am 30. April Bombardierungen in der Nähe von Bir Mahle unternahm. Es wurden mehrere IS-Stellungen zerstört und 50 Kämpfer getötet.“ Bislang wurden 118 Zivilisten durch US-Luftschläge in Irak und Syrien getötet, ohne dass der IS signifikant geschwächt worden wäre.

 

B. T.

 

 

(Bild: www.youtube.com/watch?v=yp_Ju6742Z0/wikimedia.org)