Bei der ÖVP macht sich angesichts schlechter Umfragewerte die Angst vor einem Debakel bei der Landtagswahl in Oberösterreich bemerkbar. In der ORF-Fernsehkonfrontation setzte es ungewohnt harte Attacken von Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) gegen seinen Kontrahenten Manfred Haimbuchner (FPÖ). Offensichtlich wurde, dass Pühringer eine Diskussion über die vielen Probleme im Land – für die er und seine Partei verantwortlich sind – verhindern wollte.

Kein Wort verlor der Landeshauptmann über den Rekordschuldenstand und versuchte sogar, den Anstieg der Arbeitslosigkeit in Oberösterreich als Erfolg zu verkaufen. Auch in der aktuellen Asyldebatte kam Pühringer nicht über eine Quotenforderung hinaus. Haimbuchner hingegen verlangte eine grundsätzliche Entscheidung, wie viele Menschen aus anderen Kulturkreisen man aufnehmen könne. Dazu brauche es einen „glasklaren Politik-Plan“.

Die überwiegende Zeit beschäftigte sich Pühringer damit, der FPÖ „Hetze“ und „Angstmacherei“ vorzuwerfen. Trotz zahlreicher Angriffe reagierte Haimbuchner souverän und zeigte sich unbeeindruckt von den Vorhaltungen des sichtlich erregten Landeshauptmannes. „Wir schüren keine Ängste, sondern wir sprechen die Sorgen der Menschen an“.

 

F.-W. M.

 

 

(Bild: Dein Freund der Baum/wikimedia.org)