Die britische Premierministerin Theresa May erklärte, keine halben Sachen beim Brexit machen zu wollen. Die Loslösung des Vereinigten Königreichs soll sauber und in jeder Hinsicht erfolgen. Selbst die immer so hoch gepriesenen Handelserleichterungen des EU-Binnenmarktes sind für das Vereinigte Königreich nicht interessant genug, um dagegen die Freizügigkeit des Personenverkehrs beibehalten zu müssen. Im Klartext: Nach wirtschaftlichen Kriterien ist die Belastung des britischen Arbeitsmarktes durch EU-Ausländer teurer als etwaige Einbußen durch Handelsbeschränkungen.

Und tatsächlich floriert seit der Abstimmung für den Brexit die Wirtschaft Großbritanniens und auch der Aktienmarkt hat ein Allzeithoch erreicht. Das britische Pfund hat zwar nachgegeben, das aber fördert den Export. Und der wird weiter steigen, vor allem mit den USA. May war nicht nur die erste, sondern auch die einzige EU-Spitzenpolitikern, die Trump zu seinem Wahlerfolg gratuliert hat. Sie wird gewusst haben, warum.

Der Schaden durch den Brexit wird daher wohl eher bei der EU zu verzeichnen sein, die einen Nettozahler weniger hat. Daher auch das Gejammere der EU-Politiker von Brüssel bis Paris und Berlin.



[Text: W. T.; Bild: ukhomeoffice/wikimedia.org]