Noch liegen laut Umfragen für die erste Runde der Präsidentschaftswahl am 23. April Marine Le Pen und der ehemalige Sozialist Emmanuel Macron gleichauf. Dies scheint einigen Personen, in österreichischen Medien würde man sie euphemistisch als „Aktivisten“ bezeichnen, nicht ganz zu passen und so gingen sie daran, selbst aktiv in den Wahlkampf einzugreifen.

Denn das Gebäude, in welchem sich auch die Pariser Wahlkampfzentrale Le Pans befindet, ist Ziel einer mutmaßlichen linksextremen Angriffs geworden. Laut Polizei hätte ein Brandsatz in der Nacht zum Donnerstag in dem Gabäude, genauer in einem Versicherungsbüro im Erdgeschoß ein Feuer ausgelöst, welches jedoch schnell gelöscht werden konnte. Außerdem seien Wände mit Graffiti besprüht worden, die Parolen gegen Le Pens Partei Front National enthielten.

Die Täterschaft zu dem Anschlag beanspruchte gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP eine Gruppe Namens „Die Fremdenfeindlichkeit bekämpfen“ für sich und erklärte, als Tatwerkzeuge Molotow-Cocktails genutzt zu haben. Außerdem drohte ein anonymer Gesprächspartner: „Das wird bis zur Wahl jeden Tag weitergehen.“

Im Gegensatz zur Bundesrepublik, wo die AfD regelmäßig von Linksextremisten angegriffen wird, stellte sich die französische Politik hinter ihren demokratischen Mitbewerber. Innenminister Matthias Fekl verurteilte den feigen Anschlag und erklärte: „Die demokratische Debatte muss sich durch die Wahlurnen äußern, dort muss jeder seine Entscheidungen treffen.“ Zudem stellte er in Aussicht, dass die Regierung, falls erforderlich den Schutz der FN verstärken würde.

 

[Text: M. H.; Bild: Jérémy-Günther-Heinz Jähnick/wikimedia.org]