Asylchaos oder die Lage von Mindestrentner ist für die linke Mehrheit im Linzer Gemeinderat kein Thema. Dafür aber die Sichtbarmachung ihrer linkslinken, auf gesellschaftliche Randgruppen ausgerichteten Ideologie im öffentlichen Raum. Denn den Anträgen der Grünen, der KPÖ und der NEOS, die Anfang Dezember entfernten „Ampelpärchen“ – diese zeigen symbolhaft hetero- wie homosexuelle Paare – wieder anzubringen, stimmte nun auch die SPÖ zu.

Der Linzer Verkehrsstadtrat Markus Hein von der FPÖ hatte die Ampelpärchen an der Mozartkreuzung mit der Begründung entfernen lassen, dass „Ampeln ein Verkehrszeichen sind und nicht dazu missbraucht werden dürfen, Gesinnungsbotschaften zu übermitteln“.

Im Vorfeld der gestrigen Entscheidung des Gemeinderates hatte sich der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) für die Rückkehr der Ampelpärchen ausgesprochen. Er warf Hein vor, eine „sehr engstirnige gesellschaftspolitische Meinung“ zu haben und sagte, „Ampelpärchen werden auch wieder zurückkommen“.

Bei der Abstimmung im Gemeinderat der oberösterreichischen Landeshauptstadt zog es die ÖVP vor, in der wichtigen gesellschaftspolitischen Frage des Gender-Wahns nicht Stellung zu beziehen. Denn die schwarzen Mandatare enthielten sich der Stimmung, womit in Linz die Freiheitlichen die einzige politische Kraft sind, die klar gegen die um sich greifende politische Korrektheit auftritt. Und dass die NEOS wie die Grünen und Kommunisten einen Antrag für die Wieder-Anbringung der Ampelpärchen stellten, verdeutlicht, wie sehr die pinke Partei in gesellschaftspolitischen Fragen dem linkslinken Spektrum zuzuordnen ist.

 

[Text: B. T.; Bild: GuentherZ/wikimedia.org]