Wenn in der Schweiz moslemische Schüler einer Lehrerin nicht die Hand geben wollen, sollten sie das besser nicht im Kanton Basel-Landschaft tun. Dort wurde nämlich die Beschwerde eines 15-jährigen Mohammedaners abgewiesen, der vom Schulrat in Therwil zum Zwecke der Disziplinierung zu Sozialstunden verdonnert wurde, weil er aus angeblich „religiösen Gründe“ einer weiblichen Lehrperson zur Begrüßung den Handschlag verweigert hatte.

Vollinhaltlich bestätigt wird die Entscheidung des Therweiler Schulrates von Monica Gschwind, der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektorin des Kantons Basel-Landschaft. Sie betont, dass es nicht nur ein Gebot des Anstands ist, den Lehrpersonen zur Begrüßung die Hand zu reichen, sondern auch „tief in unserer Gesellschaft und Kultur verwurzelt ist“. Daher ist sie erfreut, dass der Schulrat der Sekundarschule Therwil dies ebenfalls so sieht. Gschwind kündigte auch eine Änderung des Bildungsgesetzes des Kantons an, um künftig „unmissverständlich Klarheit zu schaffen“, dass Schüler, den Lehrpersonen zur Begrüßung die Hand zu reichen haben.

Wie die resolute Dame erklärt, will sie auch politisch durchsetzen, dass „ an unseren Schulen die hiesigen Gepflogenheiten von allen eingehalten werden, unabhängig von ihrer Herkunft, unabhängig von ihrer Religion, unabhängig von ihrer Weltanschauung“. Gschwind ist auch überzeugt, dass „heute Tür und Tor weit offenstehen für mannigfaltige Provokationen“. Dem will sie nun ein Ende setzen, weil für sie klar ist: „Der Handschlag wird durchgesetzt – ohne Wenn und Aber.“

 

[Text: B. T.; Bild: Tobias Wolter/wikimedia.org]