„Wein“ und „Liebe“ sind bekanntlich die Insignien vieler junggebliebener alter Herren. Auch Jean-Claude Juncker scheint sich diesem Geheimrezept verschrieben zu haben – und dennoch dürfte es bei ihm wohl trotz jahrzehntelanger Praxis nicht die verhießene Wirkung hervorrufen.

Doch ein Präsident gibt bekanntlich nicht so schnell auf: Vielmehr trägt der gute Herr Juncker seine charmanten Gepflogenheiten von Zeit zu Zeit immer häufiger in die Öffentlichkeit. Und obwohl er sich erst kürzlich auf dem NATO-Gipfel in rauschhafter Ekstase einer leidenschaftlichen Orgie zum Nachteil der übrigen Teilnehmer hingegeben hatte, legte er kürzlich in Amerika noch ein Schäuflein nach.

Allerdings scheinen seine ästhetischen Ansprüche von Zeit zu Zeit zu sinken: Knutsche er kürzlich noch – sehr zum Leidwesen der jugendlichen Brigitte – den armen Monsieur Macron vor laufenden Kameras nieder, so war es nun Donald Trump, der sich der Zuneigung des hohen Herrn gewiss werden durfte. Ob der eklatante Unterschied in Typ und Körperbau dieser beiden doch sehr differenten „Lovers“ eher einer Stimmungsschwankung oder aber einer Sehschwäche des Herrn Präsidenten zuzuschreiben ist, ließ sich bislang nicht eruieren. Auch Rückschlüsse auf die sexuelle Orientierung des luxemburgischen „Küsserkönigs“ wären verfehlt. Vielleicht ist die zärtliche Zuwendung bloß Fassade, strategisches Spiel eines gewieften Machtpolitikers, der seine Zunge und seine innere Schönheit gezielt zur Erreichung geopolitischer Interessen einzusetzen versteht. Oder aber es zeichnet sich hier die noble Bestrebung ab, an der Seite Helmut Bergers, Frank Sinatras oder Rolf Edens durch ein abwechslungsreiches Liebesleben einen neuen Rekord aufzustellen.

Donald Trump jedenfalls ist zu beneiden, neben dieser Melanie endlich einen wahren Adonis zwischen seinen zärtlichen Fingern zergehen zu spüren. Vielleicht der Höhepunkt seiner Karriere – wer weiß?

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia.org/EU2017EE Estonian Presidency; Lizenz: CC BY 2.0]