Selbstmordanschläge, wie sie in Ländern wie dem Irak oder Afghanistan zum traurigen Alltag gehören, werden nun auch mitten in Europa verübt. Gestern, Sonntag, sprengte sich am Abend ein 27-jähriger Syrer im Eingangsbereich eines Musikfestivals in der bayerischen Stadt Ansbach in die Luft. Dabei wurden zwölf Menschen verletzt, drei sogar schwer. Aber der Syrer, der vor zwei Jahren als „Asylwerber“ nach Deutschland gekommen war, wollte ein regelrechtes Massaker anrichten. Denn der Mann wollte seine Bombe mit scharfkantigen Metallteilen auf dem Festivalgelände, wo sich etwa 2.500 Besucher befanden, zur Explosion bringen. „Wenn er mit dem Rucksack in die Veranstaltung gelangt wäre, hätte es bestimmt mehr Opfer gegeben“, sagte der Nürnberger Polizeipräsident Roman Fertinger.

Dass die Tatbegehungsweise auf einen islamistischen Hintergrund hinweist, bestätigte auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: „Meine persönliche Einschätzung ist, dass ich es leider für sehr naheliegend halte, dass hier ein echter islamistischer Selbstmordanschlag stattgefunden hat.“ Zudem könne man laut Herrmann einen Zusammenhang mit dem IS „nicht ausschließen“, wenngleich es allerdings keine konkreten Hinweise auf diese islamistische Terrororganisation gäbe.

Der Selbstmordattentäter von Ansbach zeigt einmal mehr, was im Asylwesen alles schiefläuft. Nachdem sein Asylantrag vor einem Jahr angelehnt worden war, konnte er wegen der Sicherheitslage in seinen Heimatland Syrien in Deutschland bleiben. Wäre er abgeschoben oder interniert worden, hätte man den Selbstmordanschlag mit größter Wahrscheinlichkeit verhindern können. Und der „geduldete“ Syrer war für die Polizei kein Unbekannter. Wie Medien berichten, soll er eine nicht näher genannte „kriminelle Vergangenheit“ gehabt haben.

 

[Text: B. T.; Bild: Screenshot rt.com]