Das sich Österreich mit der Masseneinwanderung auch Jugendkriminalität importiert, bestätigte nun Innenminister Wolfgang Sobotka. In der Beantwortung einer von der freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Petra Steger eingebrachten schriftlichen Anfrage schrieb der ÖVP-Politiker, dass es 2016 bei den aufgeklärten Straftaten österreichweit 639 Tatverdächtige der Altersklasse 0 bis 9 Jahre, 4.202 der Altersklasse 10 bis 13 Jahre und 23.499 der Altersklasse 14 bis 17 Jahre angehörten. Besonders betroffen ist Wien. In der Bundeshauptstadt gab es 2016 156 Tatverdächtige im Alter von bis zu neun Jahren, 1.406 waren zwischen zehn und 13 Jahren alt und 5.994 zwischen 14 und 17.

Überdurchschnittlich verbreitet ist die Kinder- und Jugendkriminalität unter Ausländern. In der Altersgruppe der Tatverdächtigen zwischen 0 und 9 Jahren weist die Statistik österreichweit 298 Ausländer auf, in der Altersgruppe zwischen zehn und 13 Jahren hatten 1.736 nicht die österreichische Staatsbürgerschaft, und in der Altersgruppe zwischen 14 und 17 waren es sogar 9.073. Auffallend viele minderjährige ausländische Tatverdächtige sind in Wien zu verzeichnen.

Unter den ausländischen Tatverdächtigen befinden sich wiederum überdurchschnittlich viele jugendliche Asylwerber, die von der Asyllobby als besonders „schutzwürdig“ bezeichnet werden. So kamen österreichweit im Vorjahr 45 Asylwerber der Altersgruppe 0 bis 9 Jahren mit dem Gesetz in Konflikt, in der Altersklasse 10 bis 13 Jahre waren es bereits 229, bei den 14- bis 17-Jährigen explodiert die Zahl auf 3.892. Davon entfällt fast die Hälfte (1.777) der minderjährigen Asylmissbraucher auf Wien. Bei der letztgenannten Gruppe ist darüber hinaus gegenüber 2015 (2.430 Tatverdächtige österreichweit) ein deutlicher Anstieg festzustellen.

Den Höchststand erreicht die Asylwerberkriminalität übrigens in der Altersgruppe der 25- bis 39-Jährigen. Hier gab es 2016 österreichweit 8.606 Tatverdächtige, davon allein 3.766 in der Bundeshauptstadt. Im vergangenen Jahr standen in ganz Österreich 21.096 Asylwerber im Verdacht, gegen die Strafgesetze verstoßen und damit ihr Recht auf ein Asylverfahren und auf den Aufenthalt in Österreich verwirkt zu haben. 2015 lag die Zahl der tatverdächtigen Asylwerber bei 13.462 Personen.

 

[Text: B. T.; Bild: BMI, Anna Strohdorfer]