Die Bundesrepublik Deutschland erweist sich als treuer Vasall der USA. Um Washington die Gunst zu erweisen, wird eine Verschlechterung der Beziehungen zu Russland in Kauf genommen. Denn von 20. bis 31. Juli wird die Bundeswehr am NATO-Manöver „Rapid Trident“ („Schneller Dreizack“) in der Nähe der westukrainischen Stadt Lemberg teilnehmen. Beteiligen will sich die Bundeswehr – wie aus der Beantwortung einer Anfrage der Linksfraktion hervorgeht – auch am Seemanöver „Sea Breeze“ („Meeresbrise“), das vom 31. August bis zum 12. September in der Nähe von Odessa im Schwarzen Meer abgehalten wird.

Mit den beiden Manövern wollen die USA offenbar Russland einschüchtern, das in der Ukraine eine seinen nationalen Interessen ausgerichtete Politik verfolgt. Jedenfalls ist die Erklärung eines Sprechers der US-Armee, wonach die beiden NATO-Manöver keinen Bezug zur Krise in der Ukraine hätten, unglaubwürdig: „Diese jährliche Routineübung steht nicht in Verbindung und ist auch keine Reaktion auf irgendwelche tatsächlichen Weltereignisse.“ Und dass die Übungen im Rahmen der „Partnerschaft für Frieden“ stattfinden, kann als Zynismus gelten. Russland sieht in den NATO-Manövern jedenfalls einen „Akt der Provokation“.

 

B. T.

 

 

(Bild: Bundeswehr/Vennemann)