Die Suppe, die Angela Merkel der Bundesrepublik Deutschland eingebrockt hat, die soll sie nun auch schön brav auslöffeln. Das zumindest scheint die Devise unseres Innenministers Herbert Kickl zu sein. Der denkt nämlich nicht einmal im Traum daran, jenes Rücknahmeabkommen, das Horst Seehofer Österreich aufzwingen wollte, anzunehmen. „Eine Vereinbarung, die zu Lasten Österreichs geht, werde ich in hundert Jahren nicht unterschrieben.“, bekräftigt Kickl.

Auch die gutmenschliche Angela schlägt inzwischen kritischere Töne an als zu Beginn der Einwanderungswelle, kann sich sogar „Anlandezentren“ vorstellen – wohl weniger aufgrund eines „lucidum intervallum“, als vielmehr aus Parteikalkül. Nein, Angela ist doch keine Opportunistin. Angela ist menschlich!

Was aber treibt deutsche Politiker überhaupt zu solch „menschenverachtenden“ Erwägungen, „Schutzsuchende“ außer Landes zu verweisen oder gar nicht erst nach Europa zu lassen? Auf 80 Millionen Deutsche gehen doch locker 160 Millionen Flüchtlinge – bei den Wirtschaftsdaten! Umso erschreckender ist die latente Unmenschlichkeit der politischen Klasse der Bundesrepublik. Wo doch die herzensgute Angela erst vor nicht allzu langer Zeit versicherte „Wir schaffen das!“ Was also veranlasste sie zu dieser unfeinen Trendwende?

Vielleicht ist Angela mittlerweile der unzähligen „Selfies“ überdrüssig und kann keine Kosovaren – pardon: Syrer – mehr sehen. Oder sie ist seinerzeit in der Silvesternacht von einem sehbehinderten Asylanten vergewaltigt worden und leidet noch immer an einer posttraumatischen Bewusstseinsstörung, die eine psychosomatische Verarbeitung dieses unsäglichen Erlebnisses zur Zeit noch verunmöglicht. Wer weiß?

Wir jedenfalls haben diese Probleme seit der letzten Wahl nicht mehr. O felix Austria!

 [Text: A.L.; Bild: Wikipedia.org/EU2017EE Estonian Presidency; Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic]