Samuel Huntington hat es bereits gegen Ende des letzten Jahrhunderts gewusst. Unterschiedliche kulturelle Wurzeln führen zwangsläufig zu Konflikten. Was er in seinem Werk „Clash of Civilisations“, in der deutschen Übersetzung „Kampf der Kulturen“ für den Makrokosmos beschreibt, z. B.: das Aufeinanderprallen des wiedererstarkten Islam mit der westlichen Welt, können wir im Kleinen täglich beobachten. Durch das mittlerweile in den Großstädten besonders gut zu beobachtende Eindringens anderer Kulturen in unsere westliche Lebensweise mit ihrem aus dem Christentum abgeleiteten und weiterentwickelten Wertesystem kommt es immer wieder zu Reibereien zwischen der eingesessenen Bevölkerung und den Immigranten.

Unabhängig von psychologischen Erklärungen wird letzten Endes die Amokfahrt des bosnisch-stämmigen Mannes in der Grazer Innenstadt vom vergangenen Wochenende auch damit eine Erklärung finden.

Dem Mann gegenüber wurde gerichtlich ein Betretungsverbot ausgesprochen. Ob zu Recht oder zu Unrecht kann in dieser Betrachtung völlig außer Acht gelassen werden. In unserem System und Rechtsverständnis muss sich jeder bewusst sein, dass so etwas passieren kann, wenn man häusliche Gewalt ausübt. Nicht so für einen Mann mit dem kulturellen Hintergrund des Islam. Dort hat der Mann das unumschränkte Herrschaftsrecht über seine Frau und Kinder. Ist es da nicht verständlich, wenn er sich durch unsere Rechtsprechung, die ihm Frau und Kinder wegnimmt. betrogen und hintergangen fühlt? Mehr jedenfalls als ein Mann westlicher Prägung, der dasselbe Delikt begeht. Und er macht für sein „erlittenes Unrecht“ nicht nur die Richterin verantwortlich, sondern das ganze System, also uns alle, die wir solche Gesetze haben und akzeptieren

Natürlich wird nicht jeder Moslem wegen einer Wegweisung eine Amokfahrt mit unzähligen Verletzten und 3 Toten begehen.

Die Auswirkungen eines solchen Urteils sind aber für diese wesentlich schwerer zu ertragen und zu verstehen, zumal es in ihrer Heimat nie dazu gekommen wäre.

Das zumindest sollten jene bedenken, die immer wieder für schrankenlosen Zuzug und Einbürgerung aus welchem fremden Kulturkreis auch immer plädieren.

 

W. T.

 

 

(Bild: L.C. Nottaasen/flickr)