Das Areal rund um Hotel Taschenberg-Palais in Dresden gleicht immer mehr einer Hochsicherheitszone. Grund ist die diesjährige Bilderberg-Konferenz, die vom 9. bis 12. Juni in der sächsischen Hauptstadt stattfinden wird. Die Sicherheitskosten für diese private Veranstaltung – beim Bilderberg-Treffen im Vorjahr in Telfs in Tirol waren mehr als 2.000 Polizisten im Einsatz – trägt natürlich der Steuerzahler.

Bis dato sind rund 20 Kundgebungen gegen das Treffen dieser selbsternannten Elite angemeldet. Kein Wunder, sind die „Bilderberger“ doch die Speerspitze der Verfechter der „Neuen Weltordnung“. Damit die Bürger leichter vor vollendete Tatsachen gestellt werden können, finden die Bilderberg-Konferenzen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. In dieses Bild passt, dass eine gute Woche vor Beginn dieses Treffens noch keine Themen öffentlich gemacht wurden, über die gesprochen werden sollen.

Bekannt ist hingegen, dass die deutsche Spitzenpolitik sehr prominent an der Bilderberg-Konferenz in Dresden vertreten sein wird. Nach Informationen der „Sächsischen Zeitung“ haben für die Bundesregierung Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Finanzminister Wolfgang Schäuble sowie voraussichtlich Innenminister Thomas de Maizière (alle CDU) zugesagt.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (beide SPD) wurden ebenfalls eingeladen, sagten aber ab. Somit ist fraglich, ob Gabriel oder Steinmeier bei der Bundestagswahl 2017 als Spitzenkandidaten für die SPD ins Rennen gehen werden.

 

[Text: B. T.; Bild: Mahlum/wikimedia.org]