Bereits in den 90er Jahren hat der Sozialforscher Professor Fritz Plasser davon gesprochen, dass die Haider-FPÖ zu einer „Arbeiterpartei neuen Typs“ geworden sein. Dies bestätigte sich nunmehr einmal mehr bei den steirischen Landtagswahlen: Rund 60 Prozent der Arbeiter haben diesmal der FPÖ ihre Stimme gegeben und sind damit – soweit sie nicht bereits FPÖ-Wähler waren – unmittelbar von der Sozialdemokratie zu den Freiheitlichen gewechselt.

Dies resultiert zweifellos aus der massiven Unzufriedenheit der Arbeiter über die gegenwärtige Sozialpolitik und über die grassierende Arbeitslosigkeit. Die angeblichen Segnungen der aktuellen Steuerreform der Bundesregierung werden also von den heimischen Arbeitern nicht ernst genommen.

Überdies aber dürfte auch die Asyl- und Zuwanderungspolitik gerade bei den Arbeitern für großen Unwillen sorgen man hat das Gefühl, dass unter den eigenen Leuten die Arbeitslosigkeit grassiert und das durch die Massenzuwanderung dieselbe auch noch verstärkt wird. Wenn zu Dumpinglöhnen Zuwanderern die Arbeitsplätze streitig machen, kommt dies eben in der heimischen Arbeiterschaft überaus schlecht an. Die hemdsärmelige Persönlichkeit des FPÖ-Spitzenkandidat Mario Kunasek dürfte zusätzlich für Sympathie unter den steirischen Arbeitern in Richtung FPÖ gesorgt haben.

 

A. M.

 

 

(Bild: Mario Kunasek/Facebook)