Nach derzeitigem Stand hat die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton die besten Chancen, die Präsidentenwahl am 8. November zu gewinnen. Sollte die frühere US-Außenministerin Barack Obama nachfolgen, wäre dies im Interesse der internationalen Multis, insbesondere des militärisch-industriellen Komplexes der Vereinigten Staaten. So schrieb bereits im vergangenen Mai die „International Business Times“, während Clintons Amtszeit genehmigte das Außenministerium „Waffenverkäufe im Wert von 165 Milliarden Dollar an 20 Staaten, deren Regierungen der Clinton-Stiftung Geld gaben“.

Neue Untersuchungen zeigen nun erneute Verquickungen von privaten und politischen Interessen von Hillary Clinton und ihrem Ehemann Bill Clinton. Demnach kassierte der frühere US-Präsident für Reden, die er bei Veranstaltungen von Unternehmen hielt, die im Außenministerium lobbyierten, insgesamt acht Millionen Dollar. Laut „Wall Street Journal“ soll es sich dabei um insgesamt 200 Reden handeln.

Dem renommierten Blatt zufolge soll es „etliche Beispiele“ geben, wo Geldgeber der Familie Clinton und ihrer Wohltätigkeitsstiftung von Handlungen des Außenministeriums profitierten. Bei einem der Fälle erhielt Bill Clinton für seinen Auftritt bei zwei Veranstaltungen, die vom Emirat Abu Dhabi, dem größten Teilstaat der Vereinigten Arabischen Emirate, finanziert wurden, eine Million Dollar. Zu gleichen Zeit beriet das Außenministerium über ein Ersuchen der Vereinigten Arabischen Emirate über schnellere Visa-Erteilungen für Reisende, die in die USA wollen.

 

 

Text: B. T.
Bild: C-SPAN/wikimedia.org