Die Clintons und das liebe Geld, das ist eine Sache für sich. Im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 wurde die demokratische Kandidatin mit Vorwürfen konfrontiert, dass die Bill, Hillary and Chelsea Clinton Stiftung nicht (nur) wohltätigen Zwecken dient, sondern (auch) der Bereicherung der Familie des früheren US-Präsidenten. Und nun touren die Clintons bis 2019 durch die USA, um wieder ordentlich abzukassieren.

Konkret geht es um „einen Abend mit den Clintons“. Wer bereit ist zwischen 70 und 699 Dollar auf den Tisch zu legen, kann sich „gemeinsame Gespräche zwischen den beiden Führern, die Geschichten und inspirierende Anekdoten erzählen“, anhören. Offenbar soll dabei auch noch einmal der letzte Präsidentschaftswahlkampf aufgewärmt werden, zumal Hillary Clinton noch immer nicht versteht, warum sie gegen Donald Trump verloren hat. Bereits in ihren vor einem Jahr erschienen Memoiren – „Was geschah“ – zeigte sie sich ob ihrer Niederlage ratlos. Das Buch ließ jedoch nicht die Kassen der Clintons klingeln, sondern erwies sich eher als Ladenhüter.

Auf den Geschmack gekommen scheint auch die frühere Präsidentengattin Michelle Obama. Wie CNN berichtet, wird auch sie durch die Lande tingeln, um für ihre bald erscheinenden Memoiren die Werbetrommel zu rühren. Das billigste Ticket gibt es um 29,50 Dollar. Wer bei einem von Obamas Auftritten in der erste Reihe sitzen will, muss wohlfeile 500 Dollar hinblättern. Und für hartgesottene Fans der früheren First Lady gibt es ein „VIP-Paket“. Für mindestens 2.500 Dollar darf man in der ersten Reihe sitzen, Obama kurz treffen und ein signiertes Exemplar ihrer Memoiren sowie ein „VIP-Geschenk“ mit nachhause nehmen.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/DoD photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Marianique Santos; Lizenz: US Public Domain]