Die Distanzierung von den linksextremen Ausschreitungen anlässlich der Eröffnung der neuen EZB-Zentrale in Frankfurt am Main erfolgte nur zögerlich. „Dafür fehlt mir jedes Verständnis“, sagte die Chefin der Linkspartei, Katja Kipping, bei einer Debatte im Bundestag, um sogleich einzuschränken: Die Gewalttäter seien ja nur Trittbrettfahrer gewesen. Bei den Krawallen des „Blockupy“-Bündnisses in Franfurt gab es 220 Verletzte, und dutzende Fahrzeuge, insbesondere der Polizei, wurden in Brand gesetzt. „Blockupy“ weigert sich, sich von der Gewalt zu distanzieren.

Aber die Gewaltorgie schien Frau Kipping, die in Frankfurt an den (friedlichen) Protesten teilnahm, nicht zu stören. Denn auf ihrer Facebook-Seite zeichnete sie ein idyllisches Bild von der Veranstaltung: „Die Medien zeichnen ihr Bild von Blockupy. (…) Heute haben rund 20.000 Menschen, fast alle friedlich im Rahmen des Aktionskonsens, gegen die neoliberale Austeritätspolitik in Europa protestiert.“ Wenig überraschend versucht Kipping die Schuld für die Ausschreitungen der Polizei in die Schuhe zu schieben, denn „Teile der Polizei haben die Stimmung aufgeheizt“, behauptete sie.

 

B. T.

 

 

(Bild: Jonas M Luster/Flickr)