Nach der offiziellen Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten droht Hillary Clinton von Familienangelegenheiten eingeholt zu werden. Konkret geht es dabei um die Bill Hillary and Chelsea Clinton Foundation. Wie nämlich die konservative Nachrichtenseite „Daily Caller“ berichtet, schickten 64 republikanische Abgeordnete des Repräsentantenhauses einen Brief an die US-Bundessteuerbehörde IRS, in dem Ermittlungen gegen die Clinton-Familienstiftung wegen „öffentlicher Korruption“ gefordert wird.

Die Clinton Foundation kommt als „Wohltätigkeitsorganisation“ in den Genuss weitreichender Steuerbefreiungen. Immer wieder werden jedoch Vorwürfe laut, diese Stiftung sei in Wirklichkeit eine „Geldwaschanlage“ der Familie Clinton, indem öffentliche Subventionen, also Steuergeld, über Umwege zum früheren US-Präsidenten gelangen. Die republikanische Abgeordnete Marsha Blackburn, die die Anzeige an IRS initiierte, erklärt: „Die Clintons haben ihre Stiftung genutzt, um sich auf Kosten der amerikanischen Außenpolitik zu bereichern. Zumindest muss der Steuerbefreiungsstatus der Stiftung unverzüglich überprüft und widerrufen werden.“

Blackburn spielt auf die Zeit Hillary Clintons als Außenministerin an. Und die Anzeige an die Bundessteuerbehörde listet einen Fall auf, der ein denkbar schlechtes Licht auf die Clintons wirft: Dabei geht es um Laureate Education, ein Unternehmen, das in 28 Ländern Universitäten betreibt. Laureate „spendete“ äußerst großzügig und erhielt später Förderungen der Regierung. Demnach heuerte Laureate Bill Clinton als „Ehrenkanzler“ an und zahlte an ihn innerhalb von fünf Jahren den stolzen Betrag von 16,5 Millionen Dollar. An die Clinton-Stiftung „spendete“ das Unternehmen Beträge zwischen einer Million und fünf Millionen Dollar.

Und nun kommt es, wie „Daily Caller“ berichtet: „Während Bill von dem Unternehmen einen Gehaltsscheck bezog und seine Ehefrau Außenministerin war, investierte die International Finance Corporation (IFC), ein Arm der Weltbank, 150 Millionen Dollar in Laureate. Es war die größte jemals von der IFC in eine Bildungsgesellschaft getätigte Investition. Die Regierung der Vereinigten Staaten ist der größte Beitragszahler zur IFC.“ Aber damit ist noch nicht der „Zufälle“ genug: Im gleichen Zeitraum, also, als Hillary Clinton Außenministerin war, sprach die dem Außenministerium unterstehende Entwicklungshilfebehörde USAID der International Youth Foundation 55 Millionen Dollar zu. Einer der Mitglieder des Leitungsgremiums dieser Stiftung ist Laureate-Chef Douglas Becker.

 

[Text: B. T.; Bild: Gage Skidmore/wikimedia.org]