Mitte September wurde Sebastian Kurz gerichtlich die Behauptung verboten, der Austro-Oligarch Hans Peter Haselsteiner habe der SPÖ für den laufenden Wahlkampf 100.000 Euro gespendet. Die Roten hatten zuvor nach einer entsprechenden Behauptung von Kurz im ORF-„Sommergespräch“ auf Unterlassung geklagt. Haselsteiner selbst erklärte, er denke als Unterstützer der Neos „nicht einmal daran, der SPÖ eine Wahlspende zu geben“.

Doch nun, nachdem die SPÖ wegen ihres früheren Beraters Tal Silberstein in schwere Turbulenzen geraten ist, erscheinen die Behauptungen von Kurz in einem neuen Licht. Bekannt ist, dass Haselsteiner ein Unterstützer der Neos ist und auch in diesem Wahlkampf die pinke Truppe finanziell unterstützt. Bekannt ist auch, dass der Milliardär tief ins Geldbörserl greift, wenn es gegen die FPÖ geht. Bekanntlich finanzierte Haselsteiner im Vorjahr die Angst-Kampagne gegen den freiheitlichen Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer. Und auch heuer war Haselsteiner sofort zur Stelle, als es darum ging, eine Initiative gegen eine freiheitliche Regierungsbeteiligung zu gründen.

Somit wäre nicht auszuschließen, dass zwischen Haselsteiner und Silberstein indirekte Beziehungen, bestehen. Jedenfalls ist auffällig, dass eine der beiden von Silberstein betriebenen und mittlerweile wieder vom Netz genommenen Facebook-Seiten auch im Sinne des Milliardärs war. Bekanntlich war die betreffende Seite mit antisemitischen Untertönen gespickt und es wurde unterstellt, ihre Urheber stammten aus dem Umfeld der Freiheitlichen. Einmal mehr sollten die Freiheitlichen als Ansammlung böser Rassisten und unverbesserlicher Antisemiten dargestellt und die FPÖ als seriöser Regierungspartner diskreditiert werden.

 

[Text: A. M.; Bild: ANTI.USL/flickr]