Nach den tragischen Ereignis in Nenzing in Vorarlberg, wo ein 27-jähriger bei einem Konzert zwei Menschen erschoss und rund ein Dutzend verwundete, üben sich die Grünen wieder fleißig in Populismus. Ungeachtet der Tatsache, dass gegen den Amokläufer ein Waffenverbot bestand und somit die Waffen, die er zur Tatbegehung nutzte, illegal besessen hatte, fordern die Grünen Verbote.

Der Voralberger Klubobmann der Grünen, Adi Gross, stellt in einer Anfrage fest: „Derzeit haben wir 23.041 registrierte private Waffen in Vorarlberg. Das sind um 52 Prozent mehr als noch 2012. Über 9.000 Waffen sind davon in der Kategorie B, der etwa auch halbautomatische Waffen zuzuordnen sind. Diese Entwicklung ist im höchsten Maße bedenklich. Da muss entschieden entgegengewirkt werden“.

Sekundiert wird ihm bei seinen Verbotsforderungen von der Grünen Landtagsabgeordneten Nina Tomaselli, die erklärt: „Das Attentat in Nenzing zeigt, dass es Lücken und Schlupflöcher im Waffengesetz und bei der Kontrolle von Waffenbesitz gibt, die verhängnisvoll sind. Denn der Attentäter besaß trotz Waffenverbot mehrere hochgefährliche Waffen.“ Dabei ignoriert sie jedoch schlicht und einfach, dass es sich bei illegalem Waffenbesitz nicht um „Schlupflöcher“ in bestehenden Gesetzen handelt, sondern schlichtweg um eine Straftat. Eine Verschärfung der bestehenden Gesetze würde daher nur den gesetzestreuen Bürger weiter gängeln.

Dies scheint die Grünen jedoch nicht weiter zu tangieren. Immerhin gilt es ja, die „Vereinigten Staaten von Europa“ zu forcieren, und auch die EU fällt ja immer wieder durch ihre Bemühungen, den privaten Waffenbesitz zu verbieten, auf. Folgerichtig findet es auch Gross bedenklich, „dass jede Person unter dem Vorwand der Selbstverteidigung eine Waffe erwerben kann“. „Sogar Scharfschützengewehre können derzeit leicht als ‚Sportgewehre’ erworben werden. Wir sind der Ansicht, dass derartige Schusswaffen in privaten Haushalten nichts verloren haben“, konkretisiert Gross abschließend seine durch Sachkenntnis ungetrübten Verbotsphantasien.

 

 

[Text: M. H.; Bild: Peretz Partensky/flickr]