Kaum ist das Abkommen zwischen der EU und der Türkei bezüglich der Abschiebung illegaler Einwanderer in Kraft getreten, beweisen die Grünen einmal mehr, dass ihnen die Masseneinwanderung nach Europa nicht weit genug gehen kann. So behauptet die „Menschenrechtssprecherin“ der österreichischen Grünen, Alev Korun, im Aufnahmezentrum auf der griechischen Insel Lesbos gäbe es „Haft für Schutzsuchende, nur weil sie einen Asylantrag gestellt haben“. Und weiter regt sich die Gutmenschin auf: „Menschen, die in der EU Schutz suchen, werden pauschal weggesperrt. Das können wir nicht hinnehmen.“

Keine Rolle für Korun und ihre Gesinnungsgenossen spielt die Frage, dass es sich bei den „Schutzsuchenden“ weniger um politisch Verfolgte, sondern vielmehr um Einwanderer handelt. So war kürzlich im Fernsehen ein junger Syrer zu sehen, der sagte, er komme aus Aleppo und wolle nach Dänemark, um dort sein Studium fortzusetzen.

Ins gutmenschliche Gejammere der Grünen passt auch, wenn Korun in einer Aussendung schreibt, „türkische Behörden scheinen bereits Stunden nach Unterzeichnung des EU-Türkei-Deals zur Flüchtlingsabwehr 30 afghanische Schutzsuchende ohne Berücksichtigung deren Fluchtgründe nach Afghanistan zurückgeschoben zu haben. Das verletzt das Menschenrecht auf Schutz vor Verfolgung“. Anscheinend sind die türkischen Behörden in der Anwendung des Asylrechts versierter als ihre europäischen Kollegen. Denn nicht überall in Afghanistan werden die Menschen von den Taliban terrorisiert. Anstatt nach Europa auszuwandern, ist den betroffen Afghanen ohne weiteres zuzumuten in andere Landesteile zu gehen.

 

[Text: B. T.; Bild: Haeferl/wikimedia.org]