Die ungehemmte illegale Massenzuwanderung beunruhigt die Europäer immer mehr. In der aktuellen Eurobarometer-Umfrage gaben 38 Prozent der insgesamt 31.868 Befragten, die aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten stammen, an, die Einwanderung sei jene Frage, die ihnen am meisten Sorge bereitet. Gegenüber der letzten, im Herbst durchgeführten Eurobarometer-Umfrage, ist das eine Steigerung um 14 Prozent. In Malta, das besonders von der illegalen Migration nach Europa betroffen ist, gaben sogar 65 Prozent an, die Einwanderung beunruhige sie. Bislang bereitete den Europäern die Arbeitslosigkeit und die Entwicklung der Wirtschaft am meisten Sorge.

Wie berechtigt die Sorgen in Bezug auf die Masseneinwanderung sind, zeigen Daten der EU-Grenzschutzagentur Frontex. Demnach waren heuer bis Ende Juni 153.000 illegale Einreisen in die Europäische Union zu verzeichnen, was gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 eine Steigerung um 150 Prozent bedeutet. Die meisten illegalen Einwanderer kamen aus Syrien sowie aus den afrikanischen Staaten Eritrea und Somalia.

Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR spitzt sich die Lage in Griechenland immer mehr zu. In dem von einer Wirtschafts- und Finanzkrise gebeutelten EU-Mitgliedstaat kamen heuer 63.000 illegale Einwanderer an, während es in Italien, dem bisherigen Spitzenreiter, „nur“ 62.000 waren.

 

B. T.

 

 

(Bild: UNHCR/Hellenic Coast Guard)