Mit dem Wort „Integration“ wollen uns Politiker Veränderungen schmackhaft machen, die zu Vorteilen und einem besseren Leben führen sollen.

Die sogenannte „Europäische Integration“ ist das Schlagwort, wenn es darum geht, nationale Rechte wegzunehmen und die Position der Brüsseler Zentralmacht zu stärken. Begründet wird die Notwendigkeit mit dem „einzigartigen Friedensprojekt“ und damit, dass wir gerade in Österreich die großen Nutznießer dieser europäischen Einigung wären. Tatsache ist, dass wir den größten Zeitraum des Friedens in Europa ohne die EU erleben durften und dass wir am Lebensstandard der neunziger Jahre festkleben, dafür aber einen nie gekannten Schuldenberg haben.

Den Gipfel des Integrationsgefasels lieferte aber wieder einmal der ORF. In seiner „Thema“-Sendung vom Montag brachte er eine „Dokumentation“ zu der grässlichen Vergewaltigung der 15-jährigen Tullnerin durch drei Männer. Zwei der mutmaßlichen Täter konnten aufgrund von DNS-Tests als ein afghanischer und ein somalischer Asylwerber identifiziert werden. Der dritte Täter konnte bisher nicht ausgeforscht werden.

Nachdem Moderator Christoph Feuerstein versucht hatte, die Tat zu relativieren, gab er auch noch die Empfehlung ab, dass die Integration der Masseneingewanderten das beste Mittel wäre, um solche Taten zu verhindern.

Schrecklich genug folgte die Widerlegung dieser abstrusen Verharmlosung der Problematik auf den Fuß: Der Terroranschlag in Manchester. Der wurde von einem „integrierten Täter“ verübt. Der Islamist ist der Sohn von seinerzeit eingewanderten libyschen Flüchtlingen, die sich in Manchester niedergelassen haben. Er selbst wurde vor 21 Jahren bereits in England geboren und ist dort aufgewachsen.

Natürlich ist nicht jeder Einwanderer, der bei uns Asyl bekommt, zur Schule geht und ins Berufsleben eintritt, gleich ein potenzieller Terrorist. Wir müssen aber davon ausgehen, dass ein recht beachtlicher Anteil derer, die als Asylwerber in den letzten Jahren zu uns gekommen sind, gefährlich sein können.

Nicht umsonst haben sich von denen, die angeblich so gut integriert waren, über 200 als Dschihadisten dem Islamischen Staat verdingt.

 

[Text: W. T.; Bild: Manfred Werner - Tsui cc-by-sa3.0/wikimedia.org]]