Manche Leute haben einfach Pech im Leben. Es werden ihnen Lasten auferlegt, die sie alleine kaum zu tragen vermögen. Ein prominenter Vertreter dieser mitleidswürdigen Geschlagenheit durch die Unbarmherzigkeit des Schicksals ist Wolfgang K.

Die Rücksichtslosigkeit der SPÖ bescherte ihm nicht nur einen Sitz im Nationalrat, die Präsidentschaft des FK-Austria Wien und die Präsidiumsmitgliedschaft im „Weltvorstand“ der „UNI- Global-Union“ – nein, sie hievte ihn auch noch mangels vertretbarer Reserve an die Spitze des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Wie soll der Ärmste bloß damit fertig werden!

Dass dann, nach einem harten Arbeitstag zwischen Demonstrationen und kulinarischen Streifzügen, kaum Zeit für die parlamentarische Arbeit bleibt, ist abzusehen und leider unvermeidlich. Und so kam es, dass Wolfgang K. sich nun trotz seines leidenschaftlichen Engagements für Arbeitnehmer als „faulster Nationalratsabgeordneter Österreichs“ in der Statistik wiederfindet – obwohl er doch 30% der Abstimmungen beiwohnte!

Doch es kommt noch schlimmer: Offenbar wird Wolfgang K. nicht nur von seiner eigenen Partei gnadenlos ausgepresst, auch seine vermeintliche Klientel, die Arbeiterschaft, scheint den Ärmsten misszuverstehen. Es wurde nämlich nach einem Bericht des „Wochenblick“ bekannt, dass K. angeblich im Zuge eines Hausbaus Arbeiter 14 Stunden lang hat „schuften lassen“. Demzufolge ist K. wohl – entgegen der fälschlichen Annahme zahlreicher Mitdemonstranten – nicht für einen 8-, sondern höchstwahrscheinlich für einen 14-Stunden-Tag auf die Straße gegangen.

Hoffentlich kommt er über die Runden, der Ärmste!

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia.org/Wdw dewi; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International]