Was die Political Correctness betrifft, sind die Europäer im Vergleich zu den USA noch blutige Anfänger. Die Bilderstürmer in Deutschland oder Österreich, die Straßennamen und Denkmäler überprüfen und Umbenennungen fordern, wie es jetzt erst kürzlich die Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald traf, haben noch viel vor sich.

Während es hierzulande meist Nazi-Verdächtige trifft, gehen die linken Sittenwächter und Genderideologen in den USA nun ans Eingemachte. George Washington, Thomas Jefferson und James Madison sind selbst in Europa den meisten Menschen als Gründerväter der USA bekannt. Jenseits des großen Teiches sind sie zentrale Identifikationsfiguren des US-amerikanischen Patriotismus und daher sind, wie sollte es auch anders sein, unzählige Organisationen, Schulen, Universitäten, Colleges, Straßen und Orte nach ihnen benannt.

Dies soll sich, so der politisch-korrekte Teil der Amerikaner, meist Linke und Studenten, nun ändern. In San Francisco wurde nun vom School Board der George Washington High School gefordert, den Schulnamen zu ändern. Grund dafür ist die Erkenntnis, dass Washington, genauso wie Jefferson und Madison, Sklaven hielten. Und, so die Begründung der Forderung, eine Schule mit einem hohen Anteil von Asiaten, Afroamerikanern und Latinos könne nicht nach einem Mann benannt bleiben, der Sklaven hatte.

 

[Text: M. H.; Bild: wikimedia.org]