Während Faymann und Mitterlehner in der Euphorie über die angebliche „Jahrhundert-Steuerreform“ schwelgen, ziehen die anderen EU-Staaten in wirtschaftlichen Belangen an uns vorbei.

Die heute präsentierten Ergebnisse der Frühjahrsprognose sieht die EU-Kommission als „Rückenwind für die wirtschaftliche Erholung“. Der Rückenwind, hervorgerufen durch den niedrigen Ölpreis und den schwachen Euro beflügelt offenbar andere, nicht aber Österreich. Während die Wachstumsvorhersagen in der EU von 1,7 % auf 1,8 % und im Euro-Raum von 1,3 % auf 1,5 % angehoben wurde, bleibt die Prognose für Österreich bei mageren 0,8 %. Wir sind damit nur mehr an 23. Stelle in der EU.

Schlimm sieht es auch bei den anderen Wirtschaftsdaten aus. Nachdem wir bei den Arbeitslosen im letzten Jahr den Spitzenplatz an Deutschland verloren haben, stürzen wir heuer sogar auf den 5. Platz ab. Die ursprünglich angenommenen 5,2 % Arbeitslosenquote musste auf 5,8 % angehoben werden.

Bei der Inflation sind wir dagegen dabei, die Spitze Europas zu erklimmen. Derzeit liegen wir mit 0,8 % an der zweiten Stelle, nur Malta mit 1,3 Prozent erlebt eine noch höhere Teuerung.


W. T.

 

 

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