Wieder wurde der Grenzzaun der in Nordafrika gelegenen spanischen Exklave Ceuta von illegalen Einwanderern gestürmt. Laut Medienberichten überwanden am Mittwoch 115 Schwarzafrikaner die Grenzschutzanlage und zeigten dabei ein beängstigendes Ausmaß an Gewaltbereitschaft. Sie bewarfen die einschreitenden Polizisten mit gebranntem Kalk, einem stark ätzenden Pulver, das zur Erblindung führen kann. Sieben Beamte wurden von den Einwanderern verletzt, einer musste sogar ins Spital eingeliefert werden.

Es war nicht das erste Mal, dass sich Migranten mit Gewalt Zutritt in die EU verschafften. Erst am 26. Juli drangen rund 600 Schwarzafrikaner von Marokko kommend gewaltsam in Ceuta ein. Auch damals bewarfen sie Polizisten mit gebranntem Kalk und setzten selbstgebastelte Feuerwerfer ein.

Unverständlich ist, dass die illegalen Einwanderer aufgrund des offenkundigen Verdachts der Begehung von Straftaten wie Sachbeschädigung, Körperverletzung von Beamten und Widerstand gegen die Staatsgewalt nicht festgenommen wurden. Und bezeichnend ist auch, dass die jungen Männer nach dem illegalen Grenzübertritt in Triumphgesten sich von Journalisten fotografieren ließen und „Boza! Boza!“ riefen. Das bedeutet „Sieg! Sieg“ in der westafrikanischen Sprache Fulfulde.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia.org/Xemenendura; Lizenz: CC BY-SA 3.0]