Der neuste Streich der links-linken Wiener Stadtregierung ist wieder einmal ein Schmankerl der Realsatire: So werden in den kommenden Tagen ca. 120 Schutzwege mit neuen Symbolen ausgestattet, wie Sonja Vicht von der MA 33 am Montag erklärte. Soweit so gut, mit „neuen Symbolen“ ist aber gemeint, dass das klassische Ampelmännchen entweder noch eine Frau dazu bekommt, bzw. auf anderen Ampeln wird man Frau und Frau oder aber Mann und Mann zusehen bekommen. Die ersten Ampeln haben schon den Dienst aufgenommen: Überquert man den Universitätsring auf Höhe Schottentor, tut man dies unter den wachsamen Augen zweier grüner Frauenfiguren.

Das Projekt schlägt, laut der Tageszeitung „Krone“, mit unglaublichen 63.000 Euro zu Buche und soll bis Ende Juni bleiben.

Aber die Ampelbilder sollen nicht nur ein „Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit“ setzen – wobei die Vermutung naheliegt, dass es sich um eine weitere überteuerte Werbeaktion für Songcontest und Life Ball handeln könnte –, sondern werden auch noch wissenschaftlich begleitet: „Es ist ein Versuch, ob dadurch die Verkehrssicherheit verbessert werden kann“, so Vicht. Denn vor der Umstellung auf die neuen Ampelmännchen wurde gezählt, wie häufig Menschen an diesen Kreuzungen die rote Ampel ignorierten. Nun soll erhoben werden, ob und inwiefern die Pärchen dieses Verhalten ändern, wobei sich das eher nach einer fadenscheinigen Rechtfertigung anhört…

 

W.-R. M.

 

 

(Bild: Steve Collis/Flickr)