Die Einwanderung aus Lateinamerika in die USA, ob legal oder illegal, verändert zunehmend die ethnische Zusammensetzung der Vereinigten Staaten. Nach einer aktuellen Studie des Cervantes-Instituts, leben 41 Millionen spanische Muttersprachler in den USA, und hinzu kommen weitere 11,6 Millionen, die im Alltag zweisprachig leben, also neben Spanisch Englisch oder eine andere Sprache verwenden. Mit 52,6 Millionen spanischen Muttersprachlern und Zweisprachigen beherbergen die USA damit die weltweit zweitgrößte spanischsprachige Gemeinschaft – noch vor Kolumbien und Spanien mit 48 bzw. 46 Millionen Menschen. Die meisten Spanischsprachigen leben in Mexiko (121 Millionen). Das Cervantes-Institut wurde 1991 vom spanischen Staat zur weltweiten Förderung der spanischen Sprache gegründet.

Besonders hoch ist der Anteil der Spanischsprachigen in jenen Bundesstaaten, die nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg (1846-1848) zu den USA kamen. In New Mexico haben 47 Prozent der Einwohner Spanisch als Muttersprache, in Kalifornien 38 Prozent und in Arizona 30 Prozent. Aber auch in New York ist die spanischsprachige Bevölkerung mit 18 Prozent sehr groß. Nach einer Studie der US-Zensusbehörde werden im Jahr 2060 bis zu 128 Millionen Spanischsprachige in den Vereinigten Staaten leben – das wären dann 30 Prozent der Gesamtbevölkerung.

 

B. T.

 

 

(Bild: Joe Mabel/wikimedia.org)