Einmal mehr besteht kein Zweifel daran, dass die USA nach der totalen Kontrolle der Welt streben. Das US-Militär hat eine neue Verteidigungsdoktrin ausgearbeitet, der zufolge weltweit Truppen stationiert werden sollen. In Fortführung der seit dem 11. September 2001 bestehenden Terror-Hysterie heißt es in dem 58-seitigen Dokuments „Win in an Complex World 2020-2040“, „der Feind ist unbekannt, die Geographie ist unbekannt, und die beteiligten Koalitionen sind unbekannt“. Unterzeichnet ist die neue Militärdoktrin von Armeechef Raymond Odierno.

Weiters wird ausgeführt, um in einer „komplexen Welt“ zu gewinnen, müsse weltweit eine flexible Freund-Feind-Politik weltweit verfolgen. Die Armee soll auf der ganzen Welt Soldaten und Kriegsmaterial stationieren können, um möglichst schnell auf mögliche Gegner reagieren zu können. Auch könnten die USA nur mehr auf Verbündete auf Zeit setzen, weil aus einem Freund schnell ein Feind werden könne.

Als Hauptgegner für die US-Hegemonie machen die Strategen im Pentagon China aus: „Die chinesischen Handlungen und Bemühungen zur Modernisierung seiner Streitkräfte unterstreichen die Notwendigkeit für die Armee, sich regional zu engagieren um Konflikte zu verhüten, Gegner abzuschrecken und Partner zu stärken. Als zweiter großer Widersacher betrachtet das US-Militär Russland: „Die Handlungen Russlands (auf der Krim, Anm.) unterstreichen sowohl den Wert von Landstreitkräften als auch von Spezialeinsätzen und Einsätzen konventioneller Streitkräfte, um nationale Stärke abzubilden und seinen Einfluss im politischen Wettstreit geltend zu machen.“

 

B. T.

 

(Bild: U.S. Army/wikimedia.org)