Russland stellt seine konstruktive Rolle bei der Lösung internationaler Konflikte unter Beweis. Präsident Wladimir Putin ordnete den Rückzug des Hauptkontingents der russischen Streitkräfte aus Syrien an, weil die Ziele des Militäreinsatzes weitgehend erfüllt worden seien. Nun will sich Russland verstärkt in eine Beendigung des seit fünf Jahren andauernden Bürgerkriegs in Syrien einbringen. „Die effektive Arbeit unseres Militärs hat die Bedingungen für den Start des Friedensprozesses geschaffen“, sagte Putin.

Ein kleineres russisches Kontingent wird vorerst in Syrien bleiben, um gemeinsam mit der Armee von Präsident Baschar al-Assad gegen den IS und andere Islamistengruppen zu kämpfen. Die Russen werden dem Nachrichtensender RT zufolge nun von den regulären russischen Marine- und Luftwaffenstützpunkten Tartus und Khmeimim „Routine-Einsätze“ fliegen.

Die russische Intervention, die Ende September 2015 begonnen hat, konnte den IS zurückdrängen. Das bestätigt auch Carla del Ponte, die frühere Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes. „Generell finde ich, dass Russlands Intervention gut war. Denn endlich attackiert jemand all diese terroristischen Gruppen wie Daesch (Islamischer Staat) und Al Nusra“, sagte die international anerkannte Juristin dem Schweizer Rundfunk und Fernsehen.

Die USA und die Golfstaaten, die vor fünf Jahren den Aufstand gegen Assad angezettelt hatten, behaupteten hingegen wiederholt, Moskau würde nicht gegen die Islamisten, sondern gegen die sogenannten „moderaten Rebellen“, wie die Assad-Gegner auch genannt werden, kämpfen.

 

[Text: B. T.; Bild: Минобороны России/wikimedia.org]